Archive for Mai 10th, 2010

Hört man etwas über Kirschkerne, denkt jeder sofort an die kleinen gleichnamigen Kissen, die, im Ofen erwärmt, wohltuende Wärme bei Bauchschmerzen und Verspannungen schenken.
Aber die kleinen Kerne und vor allem der dazu gehörige Baum aus der Familie der Rosengewächse samt seinen roten, verführerischen Früchten, kann noch viel mehr.
Die Heilwirkung der Kirsche ist breit gefächert. Sie wirkt hauptsächlich harntreibend, adstringierend und blutbildend. Als Idikationen, bei denen man Tees oder Früchte einsetzen kann, gelten Durchfall, Ödeme, Husten, Fieber und Nervosität.
Aus den Fruchtstielen kann man einen Tee brühen, der Schleim lösend wirkt. Außerdem wirkt er gegen Blutarmut. Die Kirschkerne selbst kann man eben nicht nur ins Kissen stecken, sondern man kann sie auch fein vermahlen und zusammen mit Wein einnehmen. In früheren Zeiten meinte man, auf diese Weise Nieren- und Blasengries lösen zu können.Das Harz der frisch geschnittenen Zweige wurde ebenfalls in Wein aufgelöst oder als Tinktur verarbeitet.
Verantwortlich für die gesundheitsfördernde und heilende Wirkung der Kische sind ihre verschiedenen Inhaltsstoffe: Allantoin, Vitamin C, Cyanidin und Methylsalicylat. Die Kirschkerne selbst enthalten das in hohen Dosen giftige Amygdalin. Von der Giftigkeit des Amygdalins kommt auch der Irrglaube, dass in den Kernen Blausäure enthalten sei.
Das Fruchtfleisch enthält Kalium, Kalzium, Eisen und Phospor, Magnesium und die Vitamine B1, B2, B6 und C. Fructose und Glucose sind leicht verdaulich und die milde Fruchtsäure regt den Darm und die Nieren an.