Esel machen sich besser für die Landarbeit
Mittwoch, Januar 26th, 2011Wenn man heutzutage noch Tiere für den Lastentransport benutzt, sollte man weitgehend auf Esel umsteigen. Zwar sind Kaltblutpferde wie ein Clydesdale recht ruhige Tiere, doch sind es auch Fluchttiere. Wenn also plötzlich ein lautes Geräusch – zum Beispiel durch das Herunterfallen von Metallrohren – erklingt, laufen Pferde gerne weg, während ein Poitou-Esel zum Beispiel einfach stehen bleibt und das ganze Geschehen beobachtet.
Der Poitou-Esel ist eine Eselrasse aus dem französischen Gebiet Poitou mit sehr langsam zotteligem Fell. Auch wenn das Fell die letzten 50 Jahre evolutionsbedingt immer kürzer wurden, ist es im Vergleich zu vielen anderen Eselarten immer noch sehr lang. Die Rasse wurde vor allem für die Feldarbeit gezüchtet und wurde wegen ihrer ungewöhnlichen Größe (Die Hengste haben ein Stockmaß von 140 bis 150 cm, die Stuten sind 135 bis 145 cm hoch.) auch gerne vom Militär eingesetzt.
Esel werden in vielen Ländern wesentlich häufiger für die Arbeiten anstelle von Maschinen eingesetzt, als es zum Beispiel bei Pferden der Fall ist. Sicherlich ist das heute auch nicht mehr so häufig, wie es noch vor 50 Jahren Gang und Gebe war, doch in manchen Ländern kann man sich schwere Maschinen zum Beispiel gar nicht leisten und ist somit auf die Mithilfe der Tiere angewiesen, welche anderen Völkern schon seit Jahrhunderten treue Dienste geleistet haben.
Heutzutage werden Esel zwar gerne auf Jahrmärkten zum Reiten für Kinder angeboten, doch auch hier sieht man wie perfekt sie für den Lastentransport geeignet sind. Ohne Anstand nimmt ein Esel die Last auf und transportiert sie von A nach B ohne sich darüber Gedanken zu machen.