Auch Hunde sind Individualisten
So wie wir Menschen sind auch Hunde ganz individuelle Einzelwesen, von denen jedes seine persönliche Note hat. Das kann man getrost so sagen, ohne sich der Gefahr auszusetzen, Hunde vermenschlichen zu wollen. Denn nicht nur die verschiedenen Hunderassen unterscheiden sich voneinander, sondern auch die einzelnen Tiere innerhalb einer Rasse sind sich in ihrem Temperament, ihrer Auffassungsgabe, Aufmerksamkeit und in ihrem Verhalten zu anderen Hunden und zu Menschen durchaus unterschiedlich.
All dieses gilt es zu beobachten und zu beachten, wenn man einen Hund erzieht. Daher ist es jedes Mal wieder etwas Neues, einen Hund zu einem zuverlässigen und erfreulichen Begleiter zu erziehen. Erfreulich ist dies übrigens auch für den Hund, denn es entspricht seinem Naturell, seinem inneren Bedürfnis, zu lernen und in einer klar geregelten Rangordnung zu leben. Nur dann kann er sich wirklich wohl und zufrieden fühlen. Die Erziehung der Hunde dient also nicht nur der Freude und dem Nutzen der Menschen. Darüber hinaus kann man einem wohlerzogenen Hund viel mehr Freiheiten lassen als einem, der sich nicht zu benehmen weiß und nicht lenkbar ist, wenn er frei läuft Die Erziehung gehört also zu den Grundvoraussetzungen für eine artgerechte Hundehaltung. Und um sie tiergerecht, ohne veraltete Gewaltmaßnahmen und trotzdem effektiv durchzuführen, ist es wichtig, sich Wissen über Hunde anzueignen und die eigene Aufmerksamkeit und das Einfühlungsvermögen und für die persönlichen Eigenheiten der Hunde zu entwickeln. Dann steht einem fröhlichen gemeinsamen Erleben für die beiden Individualisten - Hund und Mensch - nichts mehr im Wege.