Die genauen Ursachen, welche zum Tod der Säuglinge führen sind auch nach vielen Jahren intensiver Forschungen noch nicht vollkommen geklärt. Bei den betroffenen Kindern kommt es aus unbekannten Gründen im Schlaf zu immer länger werdenden Atempausen und zu einem gefährlichen Absinken der Herzfrequenz, was letztendlich zum Tod der Babys führt. Erfahrungsgemäß tritt der plötzliche Kindstod vermehrt in den frühen Morgenstunden der Wintermonate auf, und in 90% aller Fälle sind Säuglinge innerhalb der ersten sechs Lebensmonate betroffen. Obwohl das Risiko eines Kindes an SIDS zu versterben nie vollkommen ausgeschlossen werden kann, gibt es einfache Maßnahmen, welche das Risiko deutlich minimieren.
1. Die Beschaffenheit des SchlafplatzesSäuglinge sollten in einem Gitterbett im elterlichen Schlafzimmer untergebracht werden. Ihr Baby sollte dabei auf einer luftdurchlässigen, festen Matratze ohne Kopfpolster liegen. Auch zu große Kuscheltiere dürfen nicht in die Bettchen gelegt werden, da unter Umständen Erstickungsgefahr besteht
2. Die Bauchlage bringt den Tod Die Bauchlage beim Schlafen zählt zu den wichtigsten Risikofaktoren für das Auftreten eines SIDS. Legen Sie ihr Baby deshalb immer konsequent auf den Rücken! Auch die Seitenlage sollte eher vermieden werden, da die Gefahr des Drehens auf den Bauch besteht. In vielen Babyartikel-Geschäften kann auch ein spezieller Schlafsack gekauft werden, der Füße und Rumpf der Kinder umhüllt, und dadurch die Wahrscheinlichkeit einer Drehung in die Bauchlage minimiert.
3. Sorgen Sie für angenehme RauchtemperaturenBesorgte Mütter hüllen ihre Babys abends häufig in dicke Decken und warme Schlafanzüge. Durch dieses Verhalten kann es jedoch zu einem gefährlichen Hitzestau bei den Kindern kommen, und das Risiko des plötzlichen Kindstodes steigt. Kleinkinder benötigen beim Schlafen keineswegs mehr Wärme als Erwachsene. Eine leichte Windel, ein Schlafanzug und eine dünne Decke sind vollkommen ausreichend. Eine Raumtemperatur zwischen 18 und 20 Grad gilt als optimal und das Gitterbettchen sollte niemals in der Nähe eines Heizkörpers stehen.
4. Säuglinge brauchen MuttermilchDie Muttermilch gehört zu den erstaunlichsten Erfindungen der menschlichen Natur, da ihre Zusammensetzung das Wachstum ihres Kindes optimal fördert und ihm Schutz vor Allergien und gefährlichen Infektionskrankheiten verleiht. Babys, die weniger als sechs Monate gestillt werden, haben ein deutlich erhöhtes Risiko am plötzlichen Kindstod zu versterben. Aus diesem Grund kann Stillen in den ersten Lebensmonaten allen Müttern nur an die „Brust“ gelegt werden.
5. Rauchen tötet BabysAuch wenn die Tabakindustrie mit fadenscheinigen Argumenten immer wieder versucht, uns von der Ungefährlichkeit des Nikotins zu überzeugen, sprechen wissenschaftliche Studien eine klare Sprache. Rauchen in der Schwangerschaft gefährdet die Entwicklung ihres Kindes bereits im Mutterleib. Rauchen in der Umgebung eines Säuglings begünstigt das Auftreten schwerer Atemwegsinfekte und erhöht dadurch das Risiko eines plötzlichen Säuglingstods.
Rauchen in der Schwangerschaft oder in der Umgebung ihres Kindes muss unter allen Umständen vermieden werden! Neben den oben erwähnten Maßnahmen sollte jede fürsorgliche Mutter darauf bedacht sein, ihrem Kind eine ruhige und liebevolle Umgebung zu bieten, um das Risiko eines SIDS zu minimieren. Der Autor dieses Artikels Dr. Mayer Jürgen ist Arzt für Allgemeinmedizin und betreibt das Informationsportal Bluthochdruck - Nein Danke!