Die Montessori-Pädagogik
Auch wenn sicherlich einige noch nie etwas von der Montessori-Pädagogik gehört haben, so ist sie trotzdem nichts Neues. Die Philosophie dieser ganz speziellen Methodik zur Kindererziehung hat bereits ihren hundertsten Geburtstag gefeiert. Und eine Feier war im Jahr 2007 durchaus angemessen. Schließlich hat die Montessori-Pädagogik seit ihrer Gründung durch die Italienerin Maria Montessori den gesamten Erdball von ihrer positiven Wirksamkeit auf die Entwicklung von Kindern überzeugt.
Doch was ist das Erfolgsgeheimnis, das sich hinter dem Wort Montessori verbirgt? Zuerst einmal, und das gilt hier prinzipiell, lebt diese besondere Methodik davon, dass der Mensch als solcher immer im Mittelpunkt steht. Für die Kinder im Speziellen bedeutet dies nun, dass man ihm als Erwachsener alle Möglichkeiten lässt, seine persönliche Freiheit und Unabhängigkeit zu entdecken und zu formen. Und Freiheit ist eine Sache, die Maria Montessori ganz besonders wichtig genommen hat. So war sie der Überzeugung, dass sich Kinder besser entwickeln, wenn sie die Freiheit bekommen, zu tun wozu immer sie Lust haben. Das soll für die Eltern jedoch nicht heißen, dass sie die Kontrolle über ihre Kinder komplett abgeben müssen. Die Aufgabe der Eltern ist es, das sie für eine vorbereitete Umgebung, zum Beispiel mit Montessori-Spielzeug, sorgen und die Kinder immer dann unterstützen, wenn es sinnvoll ist. Zwischen Eltern und Kindern herrscht ein sanftmütiger Umgang.
Wenn die Kinder mit Montessori-Spielzeug spielen, dann ist ein Eingreifen der Eltern oder Erzieher nicht erwünscht. Spielt das Kind das erste Mal mit einem neuen Montessori-Spielzeug, dann soll es nur kurz eingewiesen werden, um sich später intensiv und vor allem selbstständig damit zu befassen.