So funktioniert Zeitarbeit

Die Zeitarbeit ist aus der aktuellen Arbeitswelt kaum noch wegzudenken. Viele Unternehmen decken Produktions- und Dienstleistungsspitzen mit Leiharbeitnehmern ab. Das Arbeitsverhältnis kommt dabei als eine Art Dreiecksverhältnis zwischen dem Personaldienstleister, dem Zeitarbeiter und dem Kundenunternehmen zustande. Der Leiharbeiter unterhält sein Arbeitsverhältnis direkt mit dem Zeitarbeitsunternehmen. Zwischen dem Zeitarbeitsunternehmen und der entleihenden Kundenfirma existieren ebenfalls vertragliche Bindungen. Ein direktes Arbeitsverhältnis zwischen dem Leiharbeiter und dem Kundenunternehmen existiert hingegen nicht und charakterisiert damit auch die Zeitarbeit: Unternehmen können mit Leiharbeitern ohne Arbeitsverträge Spitzen abdecken.
Der Leiharbeiter führt bei seiner Personalvermittlung ein Arbeitszeitkonto. Ziel des Arbeitszeitkontos ist der Aufbau von Plusstunden, mit denen Zeiten der Beschäftigungslosigkeit überbrückt werden können. Oftmals knüpfen die Arbeitseinsätze des Leiharbeiters nicht nahtlos an die Beschäftigung im neuen Kundenunternehmen an. Tarifverträge regeln, wie viele Plus- und Minusstunden jeweils aufgebaut werden dürfen.
Alle Zeitarbeiter müssen einen wöchentlichen Stundenzettel führen und diesen beim Kundenunternehmen unterschreiben lassen. Die Stundenzettel werden an die Zeitarbeitsfirma geschickt, um einen Stundenabgleich durchzuführen und das Arbeitszeitkonto zu erstellen. Zeitarbeiter, deren Arbeitseinsatz an einem anderen Ort stattfindet, bekommen ihre Unterkunft von der Zeitarbeitsfirma erstellt. Ersetzt wird auch die jeweilige Fahrt zum Einsatzort mit dem Auto oder den öffentlichen Verkehrsmitteln.
In Deutschland sind heute zahlreiche Zeitarbeitsfirmen ansässig, die Arbeitnehmer in alle Branchen vermitteln. Während sich das Einsatzgebiet von Zeitarbeitern aber früher noch auf Hilfstätigkeiten beschränkte, werden heute auch kaufmännische Arbeiten und Führungspositionen mit Leiharbeitern abgedeckt. Das Ziel fast aller Zeitarbeiter ist es, in einem guten Kundenunternehmen tatsächlich fest angestellt zu werden. Nur für einen kleinen Teil der Leiharbeiter geht dieser Wunsch aber in Erfüllung.

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